Hallo liebe Blogleser,

heute geht es mal wieder um Windows 7 :-)

Häufig bekomme ich Fragen wo sich die “wirklichen” Ordner unter Windows 7 verstecken. Einige Leute benutzen andere File Manager als den Windows Explorer und bekommen plötzlich andere Ordnernamen angezeigt. Die Verwirrung ist dann sehr groß.

Dazu muss man wissen das Windows inzwischen auch Ordner- und Dateinamen lokalisiert. Beim Lokalisieren wird automatisch in eine andere Sprache übersetzt. Das Bedeutet, dass ihr Windows eigentlich auf Englisch installiert ist. Das spiegelt sich auch in der Verzeichnisstruktur wieder. Alle Ordner haben englisch sprachige Bezeichnungen. Damit nun diese englischen Ordernamen wie z. B. „Pictures“ automatisch in „Eigene Bilder“ übersetzt werden können, gibt es sogenannte Nachschlagedateien in denen die entsprechende Übersetzung zu finden ist. Diese Dateien sind im jeweiligen Verzeichnis versteckt unter dem Namen „desktop.ini“ angelegt. Um bei dem Beispiel zu bleiben. In den Ordner „Pictures“ liegt eine versteckte Datei „desktop.ini“ mit folgendem Inhalt:

[.ShellClassInfo]
LocalizedResourceName=@%SystemRoot%\system32\shell32.dll,-21779
InfoTip=@%SystemRoot%\system32\shell32.dll,-12688
IconResource=%SystemRoot%\system32\imageres.dll,-113
IconFile=%SystemRoot%\system32\shell32.dll
IconIndex=-236

Dort wiederum können Verweise (Referenzen) auf die Quelle in der u.a. die Textbezeichnung abgelegt ist, angegeben sein. Die sogenannten Ressourcen-Dateien.

Wird jedoch der Verweis nicht gefunden, so wird der echte Name angezeigt.

Wird diese Technik bei Dateinamen missbraucht, so kann sich hinter einer harmlos aussehenden Bilddatei ein gefährliches Virusprogramm verstecken.

[LocalizedFileNames]
virus.exe=MeinTollesFoto.jpg

Im Internet sind ganze Auflistungen von desktop.ini’s zu finden.

So, ich hoffe das hat euch etwas Licht ins Dunkel gebracht.

LG Jörg